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Berühmte Schriftsteller und ihre Werke
Es gibt Namen berühmter Schriftsteller, die sind wohl jedem geläufig. Doch auch, wenn die Namen und womöglich einige Titel der wichtigsten Werke bekannt sind, so wissen viele Menschen nicht viel mehr über den Autor und seine Bücher. Dabei gehören diese Autoren zur Kultur und Geschichte eines Landes und haben wesentlich zur kulturellen Identität beigetragen. Gerade Deutschland als Land der Dichter und Denker hat einige besonders einflussreiche und berühmte Schriftsteller hervorgebracht, die bis heute nichts von ihrer Wichtigkeit und Bedeutung verloren haben.
Berthold Brecht – Der Kritische
Berthold Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und gilt als Begründer des Epischen Theaters. Er war ein wichtiger Dramatiker und Lyriker und erlebte beide Weltkriege mit, was ihn und sein Werk nachhaltig prägte. Während der Nazizeit musste er wegen seiner regimekritischen Arbeit ins Exil fliehen, doch nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er zurück nach Deutschland, wo er 1956 starb. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Anti-Kriegs-Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ oder auch „das Leben des Galilei“.
Franz Kafka – Der Einsame
Zu Lebzeiten war Franz Kafka weniger bekannt. Er wurde am 3. Juli 1883 in Prag als Sohn eines reichen jüdischen Kaufmanns geboren und studierte dort auch Germanistik und Jura. Bereits in jungen Jahren erkrankte er schwer an Kehlkopftuberkulose und starb 1924. Kafka fühlte sich immer einsam und unverstanden und wollte laut Testament nicht, dass seine Werke und Gedichte veröffentlicht wurden. Doch sein Freund Max Brod handelte gegen seinen Willen und so erreichten seine Werke wie „Die Verwandlung“, „Das Urteil“ oder „Der Prozess“ Weltruhm. Er hatte eine formal und inhaltlich einzigartige Schreibweise und hat noch immer eine Sonderstellung innerhalb der Literatur inne.
Johann Wolfgang von Goethe – Der Superstar
Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und gilt als einer der bedeutendsten Autoren überhaupt. Er wurde von den Eltern und zahlreichen Privatlehrern erzogen und begeisterte sich schon in jungen Jahren für Theater und Literatur. Während des Jurastudiums in Leipzig wurde er zu seiner Tragödie „Faust“ inspiriert. Später machte Goethe als Rechtsanwalt Karriere, wurde zum Finanzminister ernannt und in den Adelsstand erhoben. Goethe hatte viele Frauen und diese inspirierten ihn in seinen Werken. Er prägte Sturm und Drang und die Weimarer Klassik zusammen mit Schiller. Seine Werke, darunter auch „die Leiden des jungen Werther“ oder „Götz von Berlichingen“ gehören noch heute zu den meist-gelesenen in der Schule und werden an vielen Theaters bis heute gespielt.
Thomas Mann – Der Disziplinierte
Am 6. Juni 1875 wird Kaufmannssohn Thomas Mann in Lübeck geboren. Schon als Schüler schreibt er Prosaskizzen und Aufsätze, um sich später ganz der Schriftstellerei zu widmen. Als 1901 sein bekanntestes Werk „Buddenbrooks“ erscheint, ist die Kritik begeistert und später bekommt er dafür sogar den Nobelpreis für Literatur. Doch im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich Mann, der ebenfalls ein berühmter Schriftsteller ist, vermeidet Thomas Mann zunächst gesellschaftskritische Inhalte. Er thematisiert vielmehr die Gegensätze von Leben und Kunst. Erst im Zuge des Nationalsozialismus wird Thomas Mann politisch, was zur Folge hat, dass er ins Exil flüchten muss.
Foto: matttilda-Fotolia











