Literarische Gattungen – Ein Überblick

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Es gibt drei literarische Gattungen: Epik, Lyrik und Dramatik. Mit dem Oberbegriff der Gattung werden literarische Werke eingeordnet. Entwickelt wurde das Gattungssystem von keinem Geringeren als Johann Wolfgang von Goethe. Doch moderne Literaturwissenschaftler fügen den drei Grund-Gattungen noch eine weitere hinzu, die Sachliteratur. Jede einzelne Gattung hat bestimmte Merkmale, anhand derer sie erkennbar ist.

Es war einmal – Die Epik

Da die Verwendung und Definition des literarischen Gattungsbegriffs teilweise ungenau ist, haben sich in der Wissenschaft wie auch in den Medien mittlerweile auch die Begriffe Textsorte oder Genre als Synonyme für den Begriff „literarische Gattung“ etabliert. Die Epik gehört zu den beliebtesten literarischen Gattungen und sie ist weit verbreitet. Darunter fallen alle Arten erzählender Dichtung, entweder in Prosa- oder in Versform. Da die Epik Geschehenes und somit Vergangenes abbildet, wird hier vorwiegend das Präteritum verwendet. Seltener ist das historische Präsens als Erzählzeit zu finden. Dem Erzähler kommt dabei die Funktion zu, zwischen Erzähltem und den Zuhörern oder Lesern zu vermitteln. In vielen epischen Werken gibt es Rahmenhandlungen oder Erzähler, die somit die Geschichte einkleiden. Oft geschieht dies auch in Tagebuch- oder Briefform. Anders als bei der Dramatik, engen Beschränkungen von Zeit und Raum die Epik nicht ein, der Fantasie des Autors sind keine Grenzen gesetzt. Bei der Epik gibt es zudem noch die Unterteilung in Großepik und Kurzepik. Zur ersteren zählen beispielsweise das Versepos und der Roman, zur Kurzepik gehört die Novelle, die Erzählung, aber auch die Kurzgeschichte sowie Anekdoten und Fabeln.

Gereimte Gefühle – Die Lyrik

Die Lyrik ist die dritte literarische Gattung. Der Begriff Lyrik stammt aus dem Griechischen und bezeichnete in alter Zeit gesungene Texte, die mit dem Instrument Lyra begleitet wurden. Mit Unterstützung der Musik bekam die Lyrik eine gewisse Rhythmik, die ihr bis heute innewohnt. Inzwischen umfasst der Oberbegriff Lyrik alle Formen des Gedichts. Erst im 18. Jahrhundert etablierte sich der Begriff Lyrik als Gattungsbezeichnung. Auf lyrische Art und Weise werden Gefühle ausgedrückt und dies geschieht oft Form eines Versmaßes und in Strophen zusammengefasst. Hier gibt es nun viele verschiedene Möglichkeiten des Aufbaus: Strophen können Reime enthalten und einem bestimmten Rhythmus folgen. Durch die Verwendung von dunklen oder hellen Vokalen kann die Stimmung von traurig bis heiter variiert werden. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass das lyrische Ich nicht unbedingt identisch ist mit dem des Autors.

Triumph und Scheitern auf der Bühne – Das Drama

Bei der literarischen Gattung des Dramas handelt es sich in den meisten Fällen um in sich abgeschlossene Handlungen, die szenisch in Form von Monologen oder Dialogen dargestellt werden. Innerhalb des Dramas gibt es noch die Unterscheidung zwischen Komödie und Tragödie und die Mischform aus beiden, die Tragikomödie. Merkmal des Dramas ist ein dramatischer Konflikt. Der Held trifft oft auf Feinde oder Widrigkeiten, die sich auch in seinem Inneren abspielen können. In der klassischen Form geht das Drama auf Aristoteles zurück. So umfasst die dramatische Handlung einen Spannungsbogen ausgehend vom Konflikt bis zu seiner Lösung am Ende. In der Regel wird das Drama daraufhin geschrieben, dass es an einem Theater aufgeführt wird.

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